Reizdarm

Keine gefährliche Erkrankung, dafür umso belastender für viele Patienten

Mehr dazu
Kontakt

Moderne Medizin

Der Reizdarm aus Sicht der funktionellen Medizin

Welche Symptome zeigen sich?

Ein Reizdarm beruht auf einer funktionellen Störung des Darms und geht mit einem gestörten Zusammenspiel der Darm-Hirn-Achse und immunologischen Vorgängen einher. Was bereits darauf hindeutet, dass diese Darmproblematik im komplexen Zusammenspiel der Regulationsprozesse des Körpers betrachtet werden muss. Typische Symptome sind dabei Durchfall oder Verstopfung. Bei einigen Patienten bleibt der Stuhlgang unverändert. Sie leiden vor allem unter Schmerzen oder unter Blähungen, einem Blähbauch und abgehenden Darmwinden.

Häufig verstärken sich die Symptome eines Reizdarms unter Stressbelastung. Die Krankheit kann sehr belastend sein.

Reizdarm & Mikrobiom

Menschen mit einem Reizdarm weisen gegenüber Gesunden häufig ein verändertes Mikrobiom. Das bedeutet, ihr Darm ist mit anderen bzw. mehr „ungesunden“ Bakterienstämmen besiedelt, als der von gesunden Menschen. Antibiotika, Magen-Darm-Infektionen und chronischer Stress können zu solch einem veränderten Mikrobiom führen. Studien zeigen zudem, dass sich bei manchen Patienten zu viele Bakterien im unteren Dünndarm (Dünndarm-Fehlbesiedelung, SIBO) befinden, wo sie normalerweise nicht hingehören.

Ein Reizdarm tritt häufig zusammen mit anderen Erkrankungen auf. Dazu gehören:

  • Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS)
  • Fibromyalgie-Syndrom
  • Reizmagen (Funktionelle Dyspepsie)
  • Spannungskopfschmerzen
  • Depression
  • Angststörungen
  • Essstörungen

Mögliche Ursachen eines Reizdarm-Syndroms

Durch schlechte Ernährungsgewohnheiten und einen ungesunden Lebensstil sowie durch Stress, häufige Antibiotikaeinnahmen, aber auch die zunehmend hohe Belastung mit Umweltgiften und Schwermetallen kommt es schnell zu einer veränderten Darmflora (Mikrobiom). Die Folgen davon können sich in unterschiedlichen Krankheitsbildern äußern. So ist eine dieser mit dem Darm und seinem Mikrobiom assoziierten Erkrankungen das Reizdarm-Syndrom.

Leaky-Gut als Ursache

Bei einem Teil der Patientinnen und Patienten mit Reizdarm können wir ein Leak-Gut-Syndrom feststellen. Normalerweise sorgen enge Verbindungen zwischen den Darmschleimhautzellen dafür, dass nur bestimmte Stoffe, vor allem Nährstoffe wie Eiweiß, Fett, Vitamine, Kohlenhydrate, die Darmschleimhaut passieren können. Sind diese Verbindungen (die sogenannten tight junctions) durchlässig, können auch andere Stoffe in die Schleimhaut eindringen. Dadurc wird das Immunsystem aktiviert. Es kommt einer silent inflammation, also einer „stillen“ mit medizinischen Verfahren kaum messbaren Entzündung, die zu den Symptomen beiträgt.

Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die bei Reizdarm eine Rolle spielen, könnten auf diese Weise entstehen. Wird die körpereigene Abwehr im Darm angeregt, kann sich dies auf den ganzen Organismus auswirken. Eine Darmsanierung ist hier angeraten.

Leaky_Gut & Reizdarm

Individuelle ganzheitliche Behandlungskonzepte

Ein Reizdarm-Syndrom erfordert stets ein sehr individuelles Behandlungskonzept. Dazu setzen im ersten Schritt eine sehr umfassende Anamnese sowie eine ausführliche Labordiagnostik ein. Beruhend auf den Ergebnissen darauf leiten wir für Sie ursachenorientierte Therapieempfehlungen entlang der Erkenntnisse der modernen funktionellen Medizin ein. Dabei geht es uns nicht allein darum, Ihnen bei Ihren Symptomen zu helfen. In erster Linie wollen wir die wahren Ursachen für Ihren Reizdarm erkennen, um sie dann wirkungsvoll therapieren zu können.

Für ein Leben ohne Reizdarm!

Vereinbaren Sie jetzt einen Termin!