VNS-Stresstest

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Was im Körper geschieht, wenn er unter Stress steht, wissen wir sehr genau: Er wird von Stresshormonen geflutet – Adrenalin beschleunigt den Puls, versetzt die Muskeln unter Spannung und lässt den Schweiß rinnen. Cortisol setzt energiereichen Traubenzucker ins Blut frei und treibt den Blutdruck hoch. Ein Zustand, der uns gelegentlich äußerst nützlich sein kann. Aktiviert er doch unsere Kräfte und erhöht unsere Leistungsfähigkeit.

Wenn aus aktutem Stress Dauerstress wird

Bei den Urmenschen war es der Säbelzahntiger, der den Körper in Alarmbereitschaft versetzte. Diese Stress-Situation hielt meist nur kurzzeitig an. Heute hingegen sorgen andauernde Belastungen und die hohen Anforderungen unseres Alltagsbei vielen für permanente Alarmbereitschaft im System. Aus akutem wird chronischer Stress. Doch Dauerstress führt unweigerlich zu einer Regulationsstörung des vegetativen Nervensystems. Dieses vegetative oder auch autonome Nervensystem (VNS) ist die oberste Steuerzentrale im Körper – und von enormer Wichtigkeit für unsere Gesundheit. Es steuert und reguliert alle lebenswichtigen Organe und Organsysteme, die wir willentlich nicht beeinflussen können, wie z. B. Herz, Atmung, Blutdruck, Stoffwechsel, Durchblutung, Sinnesorgane, Geschlechtsorgane, Immunsystem und vieles mehr.

Dauerstress macht krank

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Durch den Dauerstress kommt es zu einer Dysbalance von Anspannung (Sympathikus) und Entspannung (Parasympathikus). Der Sympathikus erhöht seine Aktivität immer mehr. Der Parasympathikus kann dann die Energien, die für Regeneration, Heilungsprozesse, Entzündungshemmung und körperliche Erholung dringend erforderlich wären, nicht mehr im notwendigen Umfang bereitstellen. Bleibt eine solche Regulationsstörung unbehandelt, kann sie leicht zu organischen Erkrankungen führen. Viele Studien insbesondere aus jüngerer Zeit belegen, dass die dadurch verursachten Erkrankungen zudem das Risiko für eine spätere Alzheimer-Erkrankung erhöhen.

Einige Beispiele sollen dies verdeutlichen:

  • • Chronischer Stress – die Folge: hoher Blutdruck --> Herzinfarkt
  • • Chronischer Stress – die Folge: Schädigung des Immunsystems --> chronische Infekte
  • • Chronischer Stress – die Folge: erhöhter Muskeltonus --> Bandscheibenvorfall oder chronische Schmerzen

 

VNS-Analyse mittels Herzratenvariabilität – Wie gestresst sind Sie wirklich?

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Mit der VNS-Analyse der Herzfrequenzvariabilität (HRV) bieten wir Ihnen eine wissenschaftlich anerkannte Methode, die – so einfach wie Blutdruckmessen – den Zustand Ihres vegetativen Nervensystems innerhalb von nur 7 Minuten sichtbar macht. Selbst dann, wenn andere Untersuchungsergebnisse noch unauffällig sind. Der Vergleich mit festgelegten Normwerten, liefert uns eine aussagekräftige Beurteilung über das Ausmaß Ihrer persönlichen Stressbelastung.

Was viele nicht wissen, ist, dass das Herz nie ganz gleichmässig schlägt. Ein Puls von 60 Schlägen pro Minute bedeutet nicht, dass der Abstand zwischen aufeinanderfolgenden Herzschlägen jeweils genau eine Sekunde beträgt. Er ist mal nur 0,845 Sekunden lang, dann wieder 0,745 Sekunden etc. Die Herzratenvariabilität (HRV) stellt somit die spontane Variation der Rhythmik der Herzfrequenz (Herzrate) dar. Sie veranschaulicht die aktuelle Anpassungsfähigkeit des Herzens an verschiedene Leistungssituationen. Je stärker diese Abstände um Ihren individuellen Grundwert (Ruhepuls) schwanken, desto besser können Sie sich noch an durch Stress verursachte Belastungen anpassen.

Individuelle Therapie – alles wieder im grünen Bereich!

Die gründliche Diagnostik führt uns unmittelbar zur sinnvollen Individual-Therapie! Ziel ist es, durch entsprechende Maßnahmen die Balance in Ihrem Körper wiederherzustellen. Bewährt hat sich die Intervention mit speziellen Aminosäuren, Natur- und Vitalstoffen sowie Probiotika.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben zudem belegt, dass eine kontrollierte Atmung – die sogenannte Vagus-Atmung – in bestimmter Atemfrequenz eine sofortige regenerierende Wirkung auf die Funktion des vegetativen Nervensystems hat. Bei regelmäßiger Anwendung kann es zu einer nachhaltigen Verbesserung der vegetativen Regulation kommen. Die Durchführung dieses Atem-Trainings erfolgt mithilfe einer APP ca. 30 Minuten täglich und kann zu Hause durchgeführt werden. Wie gut die Maßnahmen greifen, zeigen uns die erneute Kontrollmessungen der VNS-Analyse.

 

 

 Wer sollte sich testen lassen?

• Menschen mit hohen Stressfaktoren, die wissen möchten, ob der Stress bereits körperliche Auswirkungen zeigt.
• Personen mit Burnout-Syndrom oder Depressionen, da hier eine Balancierung des VNS helfen kann.
• Patienten mit chronischen Schmerzen, um die Regulation zu normalisieren und
  durch geeignete Therapien regenerative Prozesse und die Selbstheilungskräfte zu mobilisieren.
• gesunde Menschen, denen Prävention und eine gute Gesundheitsprognose am Herzen liegen.